An Seelsorge denken -
Nicht nur bei Gläubigen?
Im Fokus steht ein Gespräch mit Bischöfin Kirsten Fehrs über Seelsorge als gemeinsamen Weg auf Augenhöhe, die heilende Kraft des Humors und die Grenzen künstlicher Intelligenz. Zudem erklärt Klinikpfarrer Matthias Schmid, warum moderne Seelsorge heute besonders für kirchenferne Menschen eine wichtige Stütze ist.
- Digitalisierung & Spiritualität: Über die Chancen und Grenzen von KI-Chatbots und Robotern in der Begleitung.
- Interkulturelle Einblicke: Die Bedeutung muslimischer Seelsorge und Trauerrituale.
- Abschiedskultur: Kritische Gedanken zum neuen Bestattungsgesetz und die wachsende Rolle von Hobbys in Todesanzeigen.
- Lebensrecht: Prof. Karl H. Beine analysiert die aktuelle Debatte um die Beihilfe zum Suizid.
Dieses Heft zeigt: Seelsorge ist die "vierte Säule" einer ganzheitlichen Versorgung. Sie schenkt Halt, wenn Worte versagen, und sorgt dafür, dass niemand auf seinem letzten Weg allein bleiben muss.
Interview mit
Bischöfin Fehrs
In „An Seelsorge denken. Nicht nur bei Gläubigen?“ durften wir die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs interviewen; sie ist Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wir streifen hier so einiges aus dem wahren Leben – sehr Trauriges, aber es darf durchaus auch gelacht werden. Und wie wir finden: Es war ein Gespräch, das Mut macht.
Ehrenamt - Berufung
oder Bürgerpflicht?
Im Fokus steht ein Gespräch mit Landtagspräsidentin Astrid Wallmann über das Ehrenamt als „sozialen Kitt“ unserer Gesellschaft und die heilende Kraft der Wertschätzung. Zudem berichtet die Schauspielerin Teresa Weißbach, warum sie regelmäßig als Sterbebegleiterin auf der Palliativstation aktiv ist und wie ihr der Glaube dabei hilft, Tabus zu brechen.
- Prägung & Verantwortung:
Karin Dittrich-Brauner über lebenslange Lehren aus der Pfadfinderzeit und die Gründung einer tragfähigen Stiftung. - Prävention mal anders: Wie junge Häftlinge mit dem Projekt „Schulausflug in den Knast“ ehrenamtlich Aufklärungsarbeit leisten.
- Engagement & Glück: Warum unbezahlte Arbeit laut Studien die Gesundheit fördert und welche zehn Wege zum passenden Ehrenamt führen.
- Erinnerungskultur: Die wachsende Bedeutung des Ehrenamts in Todesanzeigen als öffentliches Zeichen der Wertschätzung
- Wissenschaft & Alter:
Prof. Dr. med. Daniel Jaspersen analysiert, warum längeres Arbeiten und freiwilliges Engagement das Gehirn fit halten
Diese Ausgabe verdeutlicht: Bürgerschaftliches Engagement ist weit mehr als eine bloße Pflicht – es ist ein Geschenk für beide Seiten. Ob im Sport, im Hospiz oder im Naturschutz: Wer Zeit schenkt, erfährt Selbstwirksamkeit und stärkt das Fundament, auf dem unser Miteinander ruht.
Heilige Stätten und Kraftorte
Im Fokus steht die Frage nach der Bedeutung von „Heiligen Stätten und Kraftorten“ sowie individuellen Wegen, Kraft und Halt im Angesicht der Endlichkeit zu finden. Zudem berichten Filmschaffende, Betroffene und Experten, wie der bewusste Umgang mit dem Sterben und Tabuthemen das Leben bereichern kann.
- Orte & Inspiration:
Prof. Dr. Boris Zernikow über die spirituelle Architektur des Kinderpalliativzentrums Datteln, inspiriert durch die Bruder-Klaus-Feldkapelle. - Kino & Realität:
Ein ausführliches Interview, vorbereitet von Mike Powelz, beleuchtet die Hintergründe des Kinofilms „Ich sterbe, kommst du?“. Regisseur Benjamin Kramme und Hauptdarstellerin Jennifer Sabel – die neben Schauspielkolleginnen wie Barbara Philipp und Judith Engel vor der Kamera stand – berichten vom Drehen in einem echten Hospiz und warum unbeschönigte Wut zur Authentizität dazugehört. - Selbstbestimmung & Körper:
Mandy Falke über ihre bewusste Entscheidung gegen den Brustwiederaufbau nach einer Krebserkrankung und den Kampf gegen gesellschaftliche Rollenbilder. - Wirtschaft & Wandel:
Der Philosoph Dr. Christoph Quarch plädiert für kleine „Gärten des Geistes“ im Berufsalltag und ein Wirtschaftssystem, das sich am lebendigen Wachstum orientiert. - Kultur & Abschied:
Der Säkularisierungstrend in Todesanzeigen und wie moderne, diesseitsgeprägte Jenseitsvorstellungen den Hinterbliebenen Trost spenden. - Fotografie & Trauer:
Sibylle Fendt dokumentiert in sensiblen Bildern das Abschiednehmen im eigenen Zuhause und die schützende Kraft einer vertrauten Umgebung.
Die Auseinandersetzung mit Palliativmedizin und Sterbekultur ist weit mehr als eine traurige Pflicht – sie schärft den Blick für das Wesentliche im Leben. Ob in der Natur, im Hospiz oder durch kreative Trauerarbeit: Wer dem Tod den Schrecken nimmt, gewinnt neue Lebensqualität und stärkt ein würdevolles Miteinander.


