
Das PALLI-aktive Magazin
Willkommen beim Magazin der Deutschen PalliativStiftung. In unserer vierteljährlich erscheinenden Publikation widmen wir uns allen Facetten des Lebens - besonders dem wertvollen Lebensabschnitt bis zum letzten Atemzug und darüber hinaus. Unser Ziel ist es, durch die Arbeit der Deutschen PalliativStiftung dazu beizutragen, dass diese letzte Lebensphase für alle Beteiligten so lebenswert wie möglich bleibt.
Wir wissen, dass dies nicht immer einfach ist und manchmal große Herausforderungen mit sich bringt. Dennoch gibt es stets Momente, Gedanken oder Hilfen, die Schweres erträglicher machen können.
Als lebendiges Medium leben wir vom Austausch mit Ihnen: Bringen Sie sich mit eigenen Texten, Bildern, Ideen, Buchbesprechungen, Terminvorschlägen oder Fragen ein. Jede Zuschrift bereichert unser Magazin und die Gemeinschaft, die wir damit ansprechen möchten.
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Ausgabe 04/2026:
Humor am Lebensende
Im Fokus steht das Titelthema „Humor am Lebensende – Risiken und Nebenwirkungen“ sowie die Frage, wie ein Lächeln, Herzlichkeit und befreiende Leichtigkeit selbst im Angesicht der Endlichkeit Halt schenken können. Zudem berichten Kulturschaffende, Pflegekräfte und Betroffene, wie ein bewusster, lebensbejahender Umgang mit dem Sterben und Abschiednehmen das Leben bis zuletzt bereichert.
- Interview & Lebensmut: Ein ausführliches Gespräch, geführt von Mike Powelz, mit dem Autor, Kabarettisten und Musiker Hannes Ringlstetter über sein Buch „Ein Steinpilz für die Ewigkeit“, den Abschied von seinem Vater, die heilsame Kraft des Verzeihens und warum man am Sterbebett am besten gemeinsam mit dem Tod lacht.
- Humor & Begleitung: Die beiden professionellen Begegnungsclowns Hanna Münch und Katrin Jantz vom Duo „Gute Clowns“ zeigen eindrücklich, wie heilsam und entlastend Humor in der Begleitung schwerkranker Menschen sein kann. Mit ihrer feinfühligen Arbeit auf Demenz-, Hospiz-, Palliativ- und Wachkomastationen beweisen sie, dass die rote Nase einen direkten Draht zum Herzen besitzt. Fernab von bloßem Klamauk begegnen sie den Menschen mit tiefer Wertschätzung, Empathie und situativem Feingefühl – sei es durch leise Klänge auf der Ukulele, ein sanftes Streicheln der Hand oder ein herzliches, befreiendes Lachen. Ergänzend wird beleuchtet, wie wissenschaftliche Studien die positive Wirkung von Clownsbesuchen auf Resilienz, psychosoziale Gesundheit und Lebensfreude belegen, abgerundet durch Einblicke in ihr Buch „Hoffentlich gibt’s da oben Currywurst und Kuchen“.
- Lebensgeschichten & Freundschaft: Die 95-jährige Inge und ihre ehrenamtliche Begleiterin Dr. Gudrun Töpfer über eine außergewöhnliche Generationenfreundschaft im Seniorenheim, rasante Cabrio-Touren, gemeinsame Schachpartien und ihr gelassenes Lebensmotto: „Gestorben wird demnächst – aber bis dahin haben wir’s lustig miteinander!“.
- Reportage & Hospizalltag: Mandy Falke begleitet eine Nachtschicht im Braunschweiger Hospiz – zwischen professioneller Symptomkontrolle, stiller menschlicher Nähe am Bett und einer wärmenden Tasse Kakao um drei Uhr morgens.
- Sepsisprävention & Aufklärung: Ein persönlicher Beitrag über die Hintergründe der Fritz-Wepper-Stiftung für Sepsisprävention: Wie ein scheinbar harmloser Hundekratzer einst das Leben von Schauspieler Fritz Wepper bedrohte und warum das frühzeitige Erkennen von Warnzeichen Leben retten kann.
- Kultur & Abschied: Margit Schröer und Susanne Hirsmüller über kuriose, berührende und unkonventionelle Todesanzeigen, die das Schwere mit liebevollem Schmunzeln relativieren und den Verstorbenen ein unverwechselbares Denkmal setzen.
- Theater & Resilienz: Simone Schmitt vom Ensemble „DIE TABUTANTEN“ beschreibt, wie spontanes Improvisationstheater dazu beiträgt, Berührungsängste vor der Endlichkeit abzubauen, psychische Widerstandskraft zu wecken und dem Abschied mit Humor zu begegnen.
Humor und Palliativkultur schließen sich keineswegs aus – sie schaffen Raum für Trost, Entlastung und ein tiefes Durchatmen. Ob auf der Bühne, im Hospiz oder in der stillen Begegnung: Wer dem Tod die erdrückende Schwere nimmt, gewinnt neue Lebensqualität und stärkt ein würdevolles Miteinander.















